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Presse
"So'n Haus hab' ich noch nie geseh'n." Roland fühlt sich sichtlich wohl in der "Gitschiner 15". Der alkoholkranke Wohnungslose kauert im Musikzimmer über einer Gitarre und singt Songs von Gunter Gabriel. So ein Haus wie das "Zentrum für Gesundheit und Kultur gegen Ausgrenzung und Armut" hat es wirklich noch nicht gegeben. Dort können die Ärmsten der Armen nicht nur musizieren . Es gibt auch ein Malatelier, ein Fotolabor, eine Holz- und eine Fahrradwerkstatt, Yoga- und Meditationskurse.(...) Menschen, die jahrelang keiner geregelten Tätigkeit nachgegangen sind, merken hier: 'Ej, das kann ich noch von früher". Viele waren Tischler, Schlosser oder Kfz-Mechaniker, bevor sie sozial abrutschten und schließlich auf der Straße landeten. Ihr verschüttetes handwerkliches Wissen ohne Erfolgsdruck wieder anwenden zu können, stärke dass Selbstbewußtsein der Obdachlosen, sagt Sozialarbeiter Neske. (...) Mit dem Café im Erdgeschoss hat das Haus auch einen Treffpunkt, einen "trockenen" allerdings. Von dort werden die Obdachlosen behutsam in die drei Etagen des Hauses gelotst. (aus: Musik, Yoga und alternative Medizin für Obdachlose, von Amory Burchard, im Tagesspiegel vom 6.12.2000)
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